Lachend im Jenaer Cafe über die 18

Linn wurde 18 – unser Dank an die Hilfen, der Pflege in Jena und allen

Die außerklinische Intensivpflege in Jena wird 18 Jahre. Oh nein, mein Fehler! Sie ist älter und ich hatte selbst damals als Berufsstarter in der Krankenpflege hier und dort über die Anfänge in der Stadt erfahren. Aber die Zahl 18 steht. Linn wurde im Februar 18 Jahre alt.  

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Pflege in Jena: Wie startete Krankenpflegerin Juliane ins Team ZitronenZucker

Im Winter 2017/18 verabschiedeten wir uns von unserem langjährigen Kinderintensivpflegedienst in Jena. Wir hatten nie einen anderen Dienst gesucht, denn die Pflegequalität entsprach unserer Vorstellung. Doch wurde Linn jugendlich und wächst aus dem Kindsein heraus. Für uns wurde es Zeit, die Pflege neu zu organisieren, dies mit dem Team ZitronenZucker.

Zu dieser Zeit bewarb sich die Krankenpflegerin Juliane bei uns, bei Linn. Sie begleitet uns seit dem mit viel Herz, so unser Empfinden, hohem pflegerischen Können und einer professionellen Nähe-Distanz. Doch lassen wir sie selbst im Interview sprechen:

Wie hast du in die außerklinische Intensivpflege (oder zu uns) in Jena gefunden?

Ich wusste nach meiner Elternzeit nicht, wo ich arbeiten werde. Klar war mir nur, dass ich nicht ins Krankenhause will.

Das kommunizierte ich nach außen und eine Mama aus einer Selbsthilfegruppe für Familien mit neurologisch erkrankten Kindern in Jena, hat mich zu Familie Strecker mit Linn geleitet.

Worin warst du dir unsicher, diesen Job anzunehmen? Gab es weitere Informationen, die du gerne erfahren hättest?

Meine Unsicherheit war dieses völlig neue Arbeitsfeld, ich hatte überhaupt keine Erfahrung mit der 1 zu 1-Pflege und der Beatmung.

Die Hospitation hat mir geholfen und dass ich mit Euch über Arbeitszeiten, die für mich zu diesem Zeitpunkt möglich waren, ins Gespräch kommen konnte.

Was hat euch am stärksten begeistert in diesem Arbeitsfeld? Dies auch im Vergleich zu vorherigen Arbeitgebern.

Der Mitarbeiter wird gesehen, wo er ist, kein Druck, keine strikte Hierarchie, gutes Zeitmanagement, der Mitarbeiter hat eine Stimme.

Die Arbeit fühlt sich sinnvoll an, man hat das Gefühl ein Teil von etwas Besonderem zu sein. Trotz Einzelarbeit ist ein Team entstanden. Obwohl jeder allein arbeitet in seiner Schicht, gibt es ein Team Gefühl.

Was hast du besonderes, auch für den Leben gelernt, und was berührt dich sehr mit der Tätigkeit?

Es ist möglich Menschen mit einer anderen, non-verbalen, Kommunikation lesen zu lernen. Es braucht Zeit, bis man sie versteht, all die vielen Zeichen, die nicht unserer Sprache entsprechen, aber dennoch pure Kommunikation sind, nur eben auf einer anderen Ebene.

Um dies zu verstehen braucht es Zeit, Empathie und Interesse an der anderen Person. Doch wird man wohl niemals alles verstehen.

Und welche Möglichkeiten es gibt, trotz Handicap aktiv an der Gesellschaft teilzuhaben und zu profitieren.

Welche Vorteile erlebst du jetzt gegenüber den vorherigen Arbeitsplätzen?

Zeit, die Pflegemaßnahmen ohne Stress und Hektik umzusetzen.

Zeit, die Pflege gut zu machen, nach Hause zu gehen, ohne das Gefühl zu haben, man sei den ganzen Tag ein Roboter gewesen und hat vor sich hingerödelt und verlässt die Arbeit unvollständig.

Gute Dienstplanabsprachen.

Genügend Freizeitausgleich.

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Linn auf der Wiese mit Rollstuhl und Absaugung für die Krankenpflege

Wie erlebst du die Vereinbarkeit von deinem Familienleben und der Arbeit (Dientplanung / Dienstende)?

Durch eine gute Kommunikation mit dem Arbeitgeber sehr positiv, da individuelle Ereignisse berücksichtigt werden und die Arbeitszeit daraufhin angepasst werden kann.

Welche Werte in der Pflege sind für dich wichtig und welche werden gerade hier gelebt?

Mir ist wichtig, dass der Mensch ganz gesehen wird und es viele Möglichkeiten gibt, Pflegemaßnahmen zu unterstützen.

Dieser Raum ist hier gegeben. Es wird Neues ausprobiert, diskutiert, die Arbeit gibt viel Raum, dass ein jeder seinen Platz/ Potenzial findet/ entdeckt. Denn es scheint, diese sind uns durch unsere Hamsterrad-Arbeitskultur abhanden gekommen.

Zeit, Achtsamkeit, Respekt und Ruhe, um dies auch der Person zu geben, die gepflegt wird.

Wie ist es für dich, Zeit für die Pflege zu haben?

Die Basis meiner Arbeit.

Du gehst mit in die Schule. Was macht die Schulbegleitung so besonders?

Ein Umfeld, was das arbeiten bei Linn noch mal etwas besonders macht, durch die Schule fließt die Pädagogik und das Kreative mit in das Pflegerische. Man erhält einen Einblick, was Integration bedeutet und welche Steine noch im Weg sind.

Wie erlebst du das Teamleben?

Als unerwartet gemeinschaftlich, trotz der Einzelarbeit.

Durch monatliche Teamtreffen, gemeinsames Coaching oder Weiterbildungen und die Übergaben werden auch gern mal zu längeren intensiven privaten Gesprächen genutzt. Aber nicht um über andere Teammitglieder zu reden, das finde ich sehr herausragend.

Der Respekt untereinander ist hoch und ich empfinde hier keine Lästereien.

Was wünschst du dir, wie die Pflegearbeit bei Linn weitergehen kann?

In einer guten Balance zwischen Linn, Euch als Eltern und uns als Pflegenden mit Respekt und ehrlicher offener Kommunikation.

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Einspringen, schon wieder? – Stop it Pflegekraft in Jena!

Du kennst es vermutlich als Pflegekraft. Manchmal vergeht kein Tag, an dem nicht schon wieder das Telefon klingelt oder die Stationsleitung dich anspricht: Schwester Maria ist krank. Könntest du morgen den Frühdienst übernehmen?

Nicht immer ist die Anfrage oder Bitte freundlich. Und doch geht es anders in Jena, so sicherst du dir dein Frei!

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Brille und Stifte übern Notizbuch

Die falsche Bewerbung für den Pflegejob

Es ist immer wieder spannend, wie bunt und unterschiedlich die Bewerbungen für eine Stellenanzeige in der Pflege sind. Doch was soll an einer solchen falsch sein?

Vorweg: Unter Bewerbung wird einmal der gesamte Prozess verstanden. Dieser geht so lange, bis die Pflegekraft eingestellt wird. Oder eine von beiden Seiten sagt ab. Der Arbeitsvertrag kommt nicht zustande.

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Beatmungspflege unterwegs in Jena mit dem Pflegedienst

Ist Pflegedienst in Jena falsch?

Es war eine kleine Reise, ob wir uns „einfach“ PflegeTeam nennen oder sind wir ein Pflegedienst in Jena? Ist denn der Begriff „Pflegedienst“ geschützt? Birgt er Vorteile?

Pflegedienst steht für ambulante Pflege

Viele assoziieren Pflegedienst mit der häuslichen Kranken- und Altenpflege. Dies passt so weit. Auch in Krankenhäuser wird die Pflegeabteilung danach benannt.

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Wilder Wein im Herbst mit grünen und roten Blätter

Persönliches Budget – Arbeitgebermodell im Workshop

Am 10.11.18 um 9:30 in der Universaale, freie Gemeinschaftsschule, in Jena findet ein Workshop statt zum persönlichen Budget. Gewonnen dafür wurde der Dienst Pro Assistenz Jena e.V.,  mit dem wir zusammen arbeiten, um dies Thema zu beleuchten. Angesprochen sind primär die Eltern von Kindern mit Förder- und Pflegebedarf. Die Anmeldung findet ihr auf der Seite von den Elternmentoren Jena e.V., die es initiieren. 

 

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Tastatur über den Dienstplan von Linn

Dienstplanung online – Shiftjuggler unser Gehilfe!

Eine eigene Rezension ohne fremde Zuarbeit mit Anzeige:  Shiftjuggler unterstützt uns über die Testphase hinaus. Vielen Dank!  Seit Februar organisieren wir selbst die Pflege unsere Tochter Linn. Sie erhält die Pflegeleistung jetzt als persönliches Budget und ist damit Arbeitgeberin. Dies bedeutet unter anderem, neben der Pflegedokumentation managen wir die Dienstplanung und die Lohnverwaltung. Bisher planten wir unsere Pflegekräfte durch eine ausgereifte Excel-Programmierung, die uns eine befreundete Familie schenkte. Die Tabelle rechnete uns auch die Arbeitsstunden der Pflegekräfte durch und zeigte, ob die MitarbeiterInnen überplant sind oder sich gut in ihren vertraglichen Arbeitsstunden einfinden.

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Tastatur, Sondenspritze und Dienstplanblatt fürs PflegeTeam

Dienstplanung? Suche deine Gehilfen!

Jede Leitung eines Pflegedienstes kennt es. Jeden Monat rollt auf sie eine „Challenge“ zu: Der Dienstplan ist zu entwickeln für den nächsten Monat oder den Monat darauf. Der Job wirkt undankbar, denn schnell erfährt die Pflegedienstleitung oder der/die DienstplanerIn Frust und Ärger der Angestellten, wenn der Plan veröffentlicht wird und die Dienstwünsche nicht umgesetzt wurden.

Schnell lernte ich als Führungskraft, dass dieser Frust auch ein Ventil ist für andere Themen am Arbeitsplatz, die nicht offen verhandelt werden (wollen). Eine Falle, wer als Leitung nicht sensibel hinschaut, mit seinen Pflegekräften ins Gespräch kommt.

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Blumenstrauß im Glas

Blumenstrauß im Frühlingsgruß

Unser Pflegeteam ist im Februar gestartet. Wir sagen Danke dem Team, dass sie alle den Start gut gemeistert haben – es macht uns sehr froh. Danke für das Vertrauen in unserer Idee, die Pflege von Linn mit einem neuen Weg, für uns, aufzustellen.

Ein Start, ein Abschied vom Kinderkrankenpflegedienst, was für uns Eltern schwer zu gehen war. Gewohnte Strukturen verloren sich und wir fanden neuen Halt, wir waren plötzlich viel mehr eingebunden in der Pflege, da uns unsere Verantwortung für den Pflegeplan von Linn wieder klarer geworden ist.

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