PflegeZimmer

Fachwissen der Pflege & Angehörige

Für viele Bewer­ber in der ambu­lanten Inten­sivpflege wurde die Arbeit mit den (pfle­gen­den) Ange­höri­gen ein span­nen­des The­ma. Span­nend und eine neue beru­fliche Erfahrung.

Die Beratung und die Anleitung von Eltern erlebt in der häus­lichen Krankenpflege eine andere Gewich­tung, eine andere Art und Weise als in der Klinik. Plöt­zlich ist die Pflege­fachkraft die Per­son im Haushalt mit dem Fach­wis­sen. Der ärztliche Blick gewin­nt in der ambu­lanten Ver­sorgung eine andere Stel­lung als in der Klinik. Der Hausarzt in der häus­lichen Inten­sivpflege ist begren­zter in sein­er Präsens. Viele Ange­hörige, mein­er Erfahrung nach, schätzen somit das Wis­sen der Pflege­fachkräfte und erleben es als hil­fre­ich.

Beraten und Anleiten zu Erfahrung der Angehörigen

Es kann also eine beson­dere und neue Erfahrung wer­den für Pflege­fachkräfte, wenn sie mit pfle­gende Eltern / Ange­hörige anleit­en in häus­lichen Krankenpflege. Dazu brin­gen die pfle­gen­den Ange­höri­gen ein bre­ites Wis­sen mit über die Bedürfnisse des Erkrank­ten, beson­ders wenn sie schon über mehrere Jahre pfle­gen. Die Pflege­fachkraft muss hier den passenden Schlüs­sel find­en, der sich ein­klinken und andock­en lässt, wo Beratung gebraucht wird oder es zu erfahren gilt, wann welche Pflegetech­niken schon pro­biert wor­den sind und mit welchen Ergeb­nis.

Hier kann sich zeigen, wie bre­it Pflegetech­niken gelebt wer­den kön­nen und es auch sein kann, dass die Ange­höri­gen und der Pflegekunde ihren eige­nen Weg in der Pflege gehen (wollen), was zum Beispiel in hygien­is­chen Fra­gen sicht­bar wird. Dabei ist es hil­fre­ich, die Bew­er­tung der Pfle­ge­si­t­u­a­tion zurück zu schrauben und die Kat­e­gorien Falsch oder Richtig ein Stück weit zu ver­lassen. Wenn dann der Blick auf die Leben­squal­ität der Fam­i­lie geset­zt wird, was tut dem Patien­ten gut und unter­stützt die Eltern zum Wohl­sein, zeigen sich andere, neue Werte, was gute Pflege aus­machen kann.

Fachwissen für uns ein Schatz

Für uns als Eltern ist das Fach­wis­sen der Pflegekraft häu­fig ein großes Geschenk, denn so kom­men wir auf neue Lösun­gen bei Pflegeprob­le­men, auch in über zehn Jahre häus­liche Inten­sivpflege. Wir sind dem Wirken der Pflege­fachkräfte dankbar, wenn wir auf Augen­höhe das Für und Wider von Ther­a­pi­en durch­sprechen und somit gestärkt eine Entschei­dung tre­f­fen kön­nen, die auch vom Pflegeteam umge­set­zt wer­den kann.

Leben.Pflege.Werte Gute Pflege schenkt Hoff­nung und Kraft

Wenn neue Schw­er­stern oder Pfleger bei uns starten, sorgt das Pflege­berichtswe­sen und die Zeit für Fra­gen und Gespräche in der Einar­beitung dafür, das sie die Pflege gut und nachvol­lziehbar ken­nen ler­nen. Dadurch wer­den ihre Erfolge und ihr Wirken in der Pflege schneller sicht­bar, wie sie wieder zu einem Tag mit Leben­squal­ität beige­tra­gen haben.

Autor

Mein Name ist Dirk Strecker und ich bin als "eingetragene" Pflegeperson tätig und begleite Selbsthilfe-Webprojekte. Vor Ort im Leben wirke ich mit bei Themen der Selbsthilfe, Integration, Inklusion und der Kinderhospizarbeit. Beruflich arbeite ich als Koordinator beim Thüringer Kinderhospizdienst und war mehrere Jahre in der Leitung der ambulanten Kinderkrankenpflege.

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