20220215 blog pflege zitronenzucker interview

Pflege in Jena: Krankenpflegerin Claudia plaudert über die Arbeit beim Team ZitronenZucker

Wie hast du in die außerklinische Intensivpflege (oder zu uns) gefunden?

Durch meinen Mann habe ich das PflegeTeam schon seit den Anfängen indirekt miterlebt. Dadurch hat mich die Öffentlichkeitsarbeit in den sozialen Medien und auf der Homepage interessiert.

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Pflegefachkraft mit Rollstuhl, Monitor und Beatmung unterwegs

Du gehörst der Wertschätzung, Pflegekraft & das Lästern

Im Netz unter den Pflegekräften und in Gesprächen in Jena treffe ich wiederholt das Thema, wie mit uns Pflegekräften umgegangen wird. Welche Wertschätzung wir erhalten.

Wir, das sind die Pflegekräfte. Doch wenn wir über Wertschätzung reden und den Wert unserer Pflegearbeit, dann vermisse ich ein Frage. Wie gehen wir untereinander, gerade im Arbeitsleben, miteinandern um? Ich treffe dann wieder auf die Themen Lästern und Mobbing.

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Pflegequalität sorgt für Arbeitsbedingungen und eine Petition

Die ambulante Kinderkrankenpflege – wird sie ausreichend gesehen von der Politik? Zusammen mit der Meinung des Vereins IntensivLeben würde ich dem ein Nein geben. 

Der Verein hat jetzt eine Petition beim Bundestag laufen (Unterschrift erwünscht), damit alle Pflegedienste in der ambulanten Intensivpflege für schwer erkrankte Kinder eine gute Entlohnung für ihre Pflegefachkräfte refinanzieren können, eine gute Pflegequalität und damit auch gute Arbeitsbedingungen erreicht werden können. 

Es sind die Themen, die bei uns im PflegeZimmer genauso zählen.

Dazu stellt sich für uns Arbeitgeber regelmäßig die Frage: Was sind gute Arbeitsbedingungen?

Bei dieser Frage erleben wir schnell in Gesprächen mit unseren Pflegefachkräften, dass die Antwort sehr individuell ausfallen kann. Doch gibt es Schnittmengen für alle, wie 

  • ein Dienstplan mit Planungssicherheit
  • Nähe des Sorgeberechtigten bei Entscheidungsfragen
  • eine Dokumentation, die eine Hilfe ist und nicht mehr Bürokratie abfordert als nötig
  • Mitsprache / die Pflege mitzugestalten

Klar, dies ist meine Sicht aus der Erfahrung in der Pflege und es ist nur ein Ausschnitt.

Deshalb ist für uns wichtig, möglichst gut in Kontakt zu sein mit jedem vom Team. Ich weiß und ich erlebe es auch bei mir, manche Tage rauben mir Ressourcen dafür und damit auch die Kraft für gute Gespräche. Dies kennt vermutlich ein jeder. 

Doch möchte ich gerne dem PflegeTeam von Linn nah sein,  da ich auch nur so verstehen kann, wie welche Entscheidungen in der Pflege oder Schulbegleitung entstanden und getroffen wurden. 

Doch zurück zur Petition – schenke ihr Deine Unterschrift, um in der ambulanten Intensivpflege für Kinder und Jugendliche weiterhin gute Arbeitsbedingungen zu schaffen. Gerade hier ist dies möglich.

Lies dazu auch mein Interview auf pro-kinderhospiz.de.

Tastatur über den Dienstplan von Linn

Dienstplanung online – Shiftjuggler unser Gehilfe!

Eine eigene Rezension ohne fremde Zuarbeit mit Anzeige:  Shiftjuggler unterstützt uns über die Testphase hinaus. Vielen Dank!  Seit Februar organisieren wir selbst die Pflege unsere Tochter Linn. Sie erhält die Pflegeleistung jetzt als persönliches Budget und ist damit Arbeitgeberin. Dies bedeutet unter anderem, neben der Pflegedokumentation managen wir die Dienstplanung und die Lohnverwaltung. Bisher planten wir unsere Pflegekräfte durch eine ausgereifte Excel-Programmierung, die uns eine befreundete Familie schenkte. Die Tabelle rechnete uns auch die Arbeitsstunden der Pflegekräfte durch und zeigte, ob die MitarbeiterInnen überplant sind oder sich gut in ihren vertraglichen Arbeitsstunden einfinden.

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Tastatur, Sondenspritze und Dienstplanblatt fürs PflegeTeam

Dienstplanung? Suche deine Gehilfen!

Jede Leitung eines Pflegedienstes kennt es. Jeden Monat rollt auf sie eine „Challenge“ zu: Der Dienstplan ist zu entwickeln für den nächsten Monat oder den Monat darauf. Der Job wirkt undankbar, denn schnell erfährt die Pflegedienstleitung oder der/die DienstplanerIn Frust und Ärger der Angestellten, wenn der Plan veröffentlicht wird und die Dienstwünsche nicht umgesetzt wurden.

Schnell lernte ich als Führungskraft, dass dieser Frust auch ein Ventil ist für andere Themen am Arbeitsplatz, die nicht offen verhandelt werden (wollen). Eine Falle, wer als Leitung nicht sensibel hinschaut, mit seinen Pflegekräften ins Gespräch kommt.

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