Die Werte der Pflege nach Corona

Die Pfle­ge neu bewer­ten und die Wei­chen stel­len dafür. Damit ist Berufs­ver­band DBfK für Pfle­ge­be­ru­fe mit Akti­on gestar­tet, da allein das Applau­die­ren für die Pfle­ge­kräf­te nicht reicht.

Für die­se Akti­on wur­den und wer­den For­de­run­gen gesam­melt von Pfle­ge­kräf­ten, wie sich die Pfle­ge wei­ter­hin ent­wi­ckeln sollte. 

Für die­se Akti­on wur­de ein Image­film gedreht, der gelun­gen ist. Doch macht euch selbst ein Bild darüber. 

Auf der Web­sei­te pfle​gen​ach​co​ro​na​.de  könnt ihr euch For­de­rung als Pfle­ge­kraft aktu­ell abgeben. 

Wir begrü­ßen die­se Aktion. 

Zwar wird es nach den letz­ten Tarif­ver­hand­lun­gen hier und dort ein Plus im Gehalt geben, doch was ist mit den Arbeitsbedingungen. 

Für vie­le Pfle­ge­fach­kräf­te sind die Unsi­cher­hei­ten im Dienst­plan, jeder­zeit ein­sprin­gen zu müs­sen, eine hohe Belastung. 

Es kann eine Lebens­pla­nung kaputt machen. Ich ken­ne es selbst. Ich trau­te mir nicht mehr zu pla­nen, jetzt am Sams­tag fah­ren wir zum Kon­zert oder in den Club. 

Sicher­lich, wir ken­nen es wie­der­um als Lei­tung bei Linn, wenn jemand vom Team krank wird. Ger­ne bräuch­ten wir, wir brau­chen dann einen Ersatz. 

Dafür haben wir für Kern­diens­te defi­niert, die unbe­dingt besetzt sein soll­ten. Die­se wer­den fest­ge­legt, wenn der Dienst­plan geschrie­ben wird.

Es sind die Dienst­zei­ten wie die Schul­be­glei­tung. Um die­se Diens­te bes­ser abzu­si­chern, haben wir eine finan­zier­te Ruf­be­reit­schaft eingeführt. 

Die­se brach­te eine hohe Sicher­heit für uns Fami­lie und für unse­re pro­fes­sio­nell Pfle­gen­den.

Das Frei der Kolleg:innen wird nicht gestört und wir Eltern wis­sen, die Inten­siv­pfle­ge in der Schu­le ist abgesichert. 

Nach Corona neue Weichen stellen

Auch hof­fen wir, dass die Poli­tik nicht nur auf die Kli­ni­ken und Pfle­ge­hei­me schaut, wenn sie „Wei­chen“ stellt, die Pfle­ge neu bewertet.

Die ambu­lan­te Kran­ken­pfle­ge und die außer­kli­ni­sche Inten­siv­pfle­ge sind ein wich­ti­ger Stütz­pfei­ler in der Gesell­schaft, dass chro­nisch Kran­ke und Men­schen mit Behin­de­rung selbst­be­stimmt bei ihrer Fami­lie leben können. 

In die­ser Coro­na-Zeit mit Iso­la­ti­on im sta­tio­nä­ren Pfle­ge­be­trieb zeigt sich auch, wie bedeu­tend die ambu­lan­te Pfle­ge ist und wel­chen Mehr­wert sich sie schafft.

Die erkrank­ten Pati­en­ten in der Häus­lich­keit kön­nen wei­ter­hin mit ihren Ange­hö­ri­gen im glei­chen Haus­halt in guten Kon­takt bleiben. 

Des­halb brau­chen wir auch gute Arbeits­be­din­gun­gen in der ambu­lan­ten Pfle­ge und auch hier die Erken­nung des Schat­zes von der Poli­tik und Kos­ten­trä­gern, den sie jeden Tag trägt für die Fami­li­en, für die Gesellschaft. 

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